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Latein
XIII.VII.MMXX  
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Turicum: Der Grabstein auf dem Lindenhof

D(is) M(anibus)
Hic situs est
L(ucius) Ael(ius) Urbicus
qui vixit an(no)
uno m(ensibus)V d(iebus) V.
Unio Aug(usti) lib(ertus)
p(rae)p(ositus) sta(tionis) Turicen(sis)
XL G(alliarum) et Ae(lia)Secundin(a)
p(arentes) dulcissim(o) f(ilio)

Für die Totengötter
Hier liegt
Lucius Aelius Urbicus,
der 1 Jahr, 5 Monate, 5 Tage
gelebt hat.
Unio, Freigelassener des Kaisers,
Vorsteher der Station TVRICVM
des Gallischen Zolls und Aelia Secundina,
die Eltern, für ihren allersüssesten Sohn

Grab

Der Vater des Kindes war Vorsteher einer Zollstation der sog. Quadragesima Galliarum, des 2,5% Ein und Ausfuhrzolles, welcher auf den Zufahrtswegen zu den gallischen Provinzen erhoben wurde. Dieser Zollkordon fiel nicht mit der Provinzgrenze zusammen. Die Stationen lagen, ausser in Zürich, in Grenoble, Genf, Massongex bei St. Maurice, um nur die nächsten Büros zu nennen. Unio, der wohl von Hadrian oder einem anderen Aelier Kaiser das Bürgerrecht erhalten hat, zeichnet hier noch mit seinem alten Sklavennamen: Unio heisst der Einer Wurf beim Würfelspiel oder eine besonders grosse Perle. Sohn und Gattin führen schon den bürgerlichen Namen. Die Inschrift enthält die früheste Nennung von Zürich.

XIII.VII.MMXX