HomeWas ist LateinWieso Latein lernenLatein liveDie Sprache LateinDas Leben der RömerGötter und HeldenGames und LinksShopKontaktImpressum und Sponsoren
 
Latein
XXV.II.MMXIV  
HomeWas ist LateinWieso Latein lernenLatein liveDie Sprache LateinDas Leben der RömerGötter und HeldenGames und LinksShopKontaktImpressum und Sponsoren
 
Nero
Nero

Nero, mit vollem Namen Nero Claudius Caesar Augustus Germanicus, wurde am 15. Dezember 37 n.Chr. in Antium geboren und starb am 9. Juni 68 n.Chr. in der Nähe von Rom. Seine ehrgeizige Mutter Agrippina liess ihn durch den Philosophen und Staatsmann Seneca erziehen und verheiratete ihn schon in seiner Jugend mit der Tochter des Kaisers Claudius, Octavia. Nach dem Tod von Claudius (dieser war vielleicht sogar von Agrippina vergiftet worden) wurde Nero Kaiser.

Schon in seiner Jugend interessierte sich Nero sehr für Theater und Musik. Seinen ersten öffentlichen Auftritt in Neapel liess er sich nicht einmal durch ein Erdbeben stören. Er soll nämlich trotz den massiven Erdstössen sein Musikstück zu Ende gesungen haben. Um sich auch standesgemäss feiern zu lassen, bildete er 5000 junge Männer im Klatschen aus und brachte ihnen verschiedene Arten des Beifalls bei (Summen wie Bienen, Regenguss, Klatschen mit hohlen Händen). Als er in Griechenland auftrat, durften die Zuschauer das Theater nicht einmal verlassen, um das WC aufzusuchen oder Kinder zu gebären.

Zur Erweiterung seiner Fähigkeiten unternahm er eine Bildungsreise nach Griechenland, wo ihm sämtliche Preise in den Wettkämpfen zugesprochen wurden. So soll er bei den Olympischen Spielen während des Pferderennens vom Wagen gefallen sein. Obwohl man ihn wieder auf den Wagen hievte, brach er geschwächt das Rennen ab. Nichtsdestoweniger wurde er als Sieger ausgerufen. Ebenfalls in Griechenland begann er feierlich mit den Bauarbeiten am Kanal von Korinth: Umgeben von seiner Leibgarde schaufelte er mit einem winzigen Schäufelchen etwas Sand in ein Körbchen - das Projekt wurde nach seinem Tod sogleich wieder aufgegeben. Auch eine geplante Expedition in den Orient mit einem Heer von grossgewachsenen Soldaten (von Nero als Phalanx von Alexander dem Grossen bezeichnet) kam nicht über den Anfang hinaus.

Nero

Bekannt sind auch die Gerüchte, die sich um den Brand Roms im Juli 64 ranken. Nach Sueton war Nero selbst dafür verantwortlich. In seinem Theatergewand stand er während des Feuers auf dem Turm des Maecenas und zitierte, erfreut über die Schönheit der Flammen, Verse aus dem Epos über den Untergang Trojas - die Verantwortung für den Brand wurde später den Christen angelastet.

Im Verlaufe der Zeit entwickelte sich Nero zu einem blutrünstigen Tyrannen, der sich mehr und mehr von seiner Umgebung entfremdete. Politische Gegner liess er als vermeintliche Verschwörer hinrichten und zog ihr Vermögen ein; zu den Opfern zählte auch sein Erzieher Nero. Seine Mutter liess er ermorden, ebenso seine erste Frau Octavia. Seine zweite Frau Poppaea starb, nachdem sie während der Schwangerschaft einen Fusstritt von Nero in den Bauch bekommen hatte.

68 kam es zu einem breiten Aufstand gegen Nero. Er floh aus Rom, wurde aber eingeholt. Als er selbst nicht fähig war, sich durch einen Dolchstoss umzubringen, musste er einen Sklaven zwingen, dies für ihn zu tun. Zu seinen letzten Worten zählten der Ausspruch Qualis artifex pereo!: "Was für ein Künstler geht mit mir zugrunde!".

XXV.II.MMXIV