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Latein
XXV.II.MMXIV  
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Gaius Iulius Caesar
Caesar

Gaius Iulius Caesar wurde am 12. oder 13. Juli 100 v.Chr. in Rom geboren. Er stammte aus der Gens Iulia, welches eines der ältesten römischen Adelsgeschlechter war und sich auf Iulus, den Sohn von Aeneas, zurückführte. Aeneas selbst war Sohn der Göttin Venus und des Trojaners Anchises. Abgesehen von Caesars Onkel, dem Feldherrn und späteren Diktator Marius, hatte die Familie in der Politik nur eine geringe Rolle gespielt. Spätestens seit Marius standen die Iulier auf der Seite der Popularen, welche die Macht der Aristokraten einschränken und den Einfluss des Volkes verstärken wollten.

Im Alter von 16 Jahren heiratete Caesar Cornelia; im gleichen Jahr wurde er zum flamen Dialis, dem höchsten Jupiterpriester, ernannt. Solange Sulla, der Erzfeind von Marius, in Rom an der Macht war, war Caesar in Rom eher geduldet als erwünscht (so sollte er sich von seiner Gattin scheiden). Er trat daher ins Militär ein und erwies sich bei den Kämpfen in Griechenland als fähiger Offizier. Als er bei einer Studienfahrt nach Rhodos von Piraten entführt wurde, soll er diese nach seiner Freilassung mit einer privaten Armee verfolgt und gefangen haben.

Nach dem Tod von Sulla kehrte Caesar nach Rom zurück, wo er erfolgreich seinen politischen Aufstieg plante und in die Tat umsetzte. Er heiratete die Enkelin von Sulla (Cornelia war 68 v.Chr. gestorben) und nutzte ihr Vermögen für seine politischen Ambitionen. 62 v.Chr. bekleidete er bereits das zweithöchste Amt der Republik, die Prätur. Um auch noch das höchste Amt, das Konsulat zu erreichen, schloss er ein Triumvirat (= privater Dreimännerbund) mit Crassus und Pompeius.

Münze von Caesar

Nach dem Konsulat begann Caesar als Prokonsul mit der Eroberung von Gallien. Vor seinen Feldzügen hatten erst Teile von Südfrankreich zum römischen Reich gehört. Caesar eroberte in nur 10 Jahren mit Ausnahme der Alpen alle Gebiete rechts des Rheines (also Frankreich, Luxemburg, Belgien, Holland, Teile der Schweiz und Deutschlands). Zudem unternahm er Feldzüge nach Britannien und über den Rhein ins Gebiet der Germanen, ohne diese Gebiete definitiv zu unterwerfen.

Nach dem Tod von Crassus auf seinem Feldzug gegen die Parther war das Triumvirat bereits hinfällig geworden. Da Caesar - mit guten Gründen - davon ausging, dass Pompeius seinen weiteren Aufstieg verhindern wollte, überschritt er 49 v.Chr. mit seinen kampferprobten Legionen das Flüsschen Rubikon, das seine Provinz von Italien trennte, und erklärte damit Pompeius und dem Senat den Krieg. Bei dieser Gelegenheit soll er auch den bekannten Ausspruch Alea iacta est ("Der Würfel ist geworfen.") gemacht haben.

Pompeius floh nach Griechenland, wo er nach längeren Kämpfen in der Schlacht bei Pharsalos entscheidend geschlagen wurde. Auf seiner weiteren Flucht wurde er in Ägypten ermordet. Caesar setzte seinen Kampf gegen die innenpolitischen Gegner fort und besiegte 46 v.Chr. die Truppen des Senats in Nordafrika und 45 v.Chr. die Söhne von Pompeius in Spanien.

Caesar wurde zum Diktator auf 10 Jahre (üblicherweise war dieses Amt auf 6 Monate beschränkt) und später sogar auf Lebenszeit ernannt. Er führte Gesetzesreformen durch und passte den Kalendar an ("julianischer Kalendar"). Als der Verdacht aufkam, Caesar wolle König werden, kam es zu einer Verschwörung von einflussreichen Senatoren unter Brutus, dessen Vorfahre den letzten König aus Rom vertrieben haben soll. Anlässlich einer Senatssitzung wurde Caesar am 15. März 44 v.Chr. (= an den Iden des März) von den Verschwörern ermordet.

Anders als erwartet feierte das Volk die Verschwörer keineswegs als Befreier. Es kam stattdessen zur Bildung eines neuen Triumvirats zwischen Marcus Antonius, Lepidus und Gaius Octavius, dem Adoptivsohn von Caesar. Als auch dieses Triumvirat wieder auseinander brach, wurde der römische Staat erneut von einem Bürgerkrieg erschüttert, aus dem schliesslich Octavianus, der spätere Kaisar Augustus, als Sieger hervorging. Die Bezeichnung "Kaiser" ist übrigens vom Namen Caesar abgeleitet.

Karte von Gallien
XXV.II.MMXIV