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Latein
XXV.II.MMXIV  
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Alexander der Grosse
Alexander

Alexander wurde im Juli 356 v.Chr. als Sohn von Philipp II. von Makedonien und Olympias in Pella geboren. Sein Vater nutzte die Schwäche der unter sich zerstrittenen griechischen Stadtstaaten geschickt aus und brachte grosse Teile Griechenlands in die Einflusssphäre Makedoniens. Alexander genoss eine ausgezeichnete Ausbildung beim Philosophen Aristoteles.

Schon im Alter von 16 Jahren führte Alexander erfolgreich ein makedonisches Heer gegen ein Volk in Thrakien. Nach der Ermordung seines Vaters durch einen Leibwächter anlässlich der Vermählung von Alexanders Schwester übernahm der 20-jährige Alexander selbst die Herrschaft und liess innenpolitische Gegner umbringen.

Nach ein paar Feldzügen im Hinterland von Makedonien wandte sich Alexander gegen die Griechen, die nach dem Tod von Philipp wieder von Makedonien abgefallen waren. Durch seinen schnellen Vormarsch verhinderte er eine gemeinsame Abwehrstrategie der Griechen, zerstörte die Stadt Theben bis auf die Grundmauern und erreichte so rasch die Kapitulation der anderen Städte, welche nicht auch das Schicksal von Theben erleiden wollten.

Gordischer Knoten

334 überschritt Alexander mit einem Heer von etwas mehr als 30000 Mann den Hellespont. Dies markierte den Angriff auf das Reich der Perser, welches sich damals vom Mittelmeer bis nach Indien erstreckte und auch Ägypten umfasste. Nach dem Sieg am Fluss Granikos über die persischen Statthalter konnte Alexander ungehindert nach Osten ziehen. In der Ortschaft Gordion befand sich ein Wagen, der mit einem kunstvoll verschlungenen Knoten versehen war. Wer diesen "gordischen Knoten" lösen konnte, sollte die Herrschaft über Asien erhalten. Alexander, so wird berichtet, habe sein Schwert gezückt und den Knoten kurzerhand durchtrennt.

Auf dem weiteren Vormarsch Richtung Persien traf Alexander im Spätherbst 333 auf den persischen Grosskönig Dareios, der ihm bei Issos mit einem gewaltigen Heer entgegentrat. Alexander siegte auch in dieser Schlacht und konnte anschliessend das persische Lager ohne grosse Gegenwehr einnehmen. Neben riesigen Schätzen fielen ihm auch Dareios' Frau und seine Töchter in die Hände. Als ihm Dareios im Austausch für die gefangenen Frauen die Abtretung aller Gebiete westlich des Euphrat anbot, lehnte Alexander dies ab, da er viel mehr im Sinn hatte.

Münze von Alexander

Er zog nun mit seinem Heer zunächst nicht mehr Richtung Osten, sondern nach Süden, um bei seinem späteren Vormarsch keine gegnerischen Kräfte im Rücken zurückzulassen. Nach monatelanger Belagerung gelang die Eroberung der wichtigen Hafenstadt Tyros. Die Juden unterwarfen sich daraufhin freiwillig, und in Ägypten wurde Alexander als Befreier empfangen und zum Pharao gekrönt. An der Nordküste Ägyptens gründete er die nach ihm benannte Stadt Alexandria, die später zu einem Zentrum der antiken Welt werden sollte. In der Oase Siwa befragte er das Orakel des Zeus Ammon, wo er als Sohn von Zeus bezeichnet wurde - daher liess er sich gerne auf Münzen mit den Hörnern des Widders abbilden, der dem Zeus Ammon heilig war. Auch die griechische Kolonie Kyrene, die sich westlich von Ägypten an der Küste des Mittelmeeres befand, unterwarf sich Alexander. Damit war der Weg frei für die Eroberung des persischen Kernlandes.

Alexander und Dareios

Im Sommer 331 durchquerte Alexander mit seinem Heer die mesopotamische Wüste und überschritt die Flüsse Euphrat und Tigris. Am 1. Oktober kommt es zur Entscheidungsschlacht bei Gaugamela, die Alexander wiederum gegen ein scheinbar übermächtiges persisches Heer für sich entscheiden kann. Den Ausschlag gab ein direkter Angriff durch Alexander persönlich und seine Reiterei auf Dareios, der den Zweikampf scheute und sich zur Flucht wandte. Als das Heer bemerkte, dass der Oberbefehlshaber sich auf der Flucht befand, liess es ebenfalls vom Kampf ab, obwohl zumindest einige Verbände die Makedonen schon beinahe geschlagen hätten.

Dareios floh vor Alexander nach Medien, so dass diesem die grossen persischen Städte meist kampflos in die Hände fielen: Babylon, Susa (wo sich auch der Königspalast befand) und Persepolis. Als Rache für die Zerstörung Athens durch die Perser liess Alexander Persepolis vollständig dem Erdboden gleich machen. Danach führte er die Verfolgung von Dareios weiter und zog weiter nach Osten. Dareios wurde auf der Flucht von einem Gefolgsmann ermordet, der so die Freundschaft von Alexander erreichen wollte. Alexander erwies allerdings dem toten Dareios die gebührenden Ehren und verfolgte nun dessen Mörder.

In den folgenden Jahren unterwarf sich Alexander alle im Osten gelegenen Reichsteile, die sich auf dem Gebiet des heutigen Iran, Afghanistan und Pakistan befanden. Als eigene seiner Generäle sich gegen ihn zu stellen schienen, liess er sie kurzerhand ermorden. Dadurch und durch die Übernahme persischer Sitten entfremdete sich Alexander immer mehr von seinen ursprünglichen makedonischen Gefolgsleuten.

Als Alexander, der von ihm Weltreich träumte, nach einigen siegreichen, aber unter hohen Verlusten geschlagenen Schlachten auch noch ganz Indien erobern wollte, meuterte das Heer, das nun schon fast 10 Jahre fern von der Heimat kämpfte. Nur mit grosser Verbitterung nahm Alexander Abschied von seinen Eroberungsplänen und stimmte einem Rückzug zu. Während sich ein Teil des Heeres auf dem Seeweg von der Mündung des Indus nach Persien zurückbegab, wählte Alexander für sich den Weg durch die Wüsten von Südiran, die nach der Überlieferung vor ihm noch niemand durchquert hatte. Alexander gelang zwar auch diese Durchquerung, allerdings unter dem Verlust grosser Teile seines Heeres.

Als Alexander schon die nächsten Feldzüge (gegen Arabien und gegen den Westen des Mittelmeerraumes plante), erkrankte er im Frühjahr 323 in Babylon schwer. Am 10. Juni starb er dort an den Folgen seiner Erkrankung, die schon früh auf unnatürliche Ursachen (Vergiftung) zurückgeführt wurde. Da keine Nachfolgeregelung bestand, zerfiel das Reich rasch in verschiedene Teile, deren Herrscher sich gegenseitig bekämpften. Nichtsdestoweniger sorgte der Alexanderzug für einen gewaltigen Kulturaustausch zwischen Ost und West und war Grundlage für den Hellenismus, die Blüte der griechischen Kultur im östlichen Mittelmeerraum.

Alexanderzug
XXV.II.MMXIV