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Latein
XIII.VII.MMXX  
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Architektur: Triumphbögen

Während des Triumphzuges marschieren Soldaten und der Feldherr unter dem Triumphbogen durch (Abb. 1), so ähnlich wie das Brautpaar, das nach der Trauung unter einem Spalier hindurchgeht. Nach dem Triumphzug bleibt der Triumphbogen natürlich stehen, er erinnert an den Sieg dieses Feldherren. Die Form und Gestaltung des Triumphbogens werden von diesen beiden Funktionen bestimmt.

Form: Unter dem Bogen verläuft eine gepflasterte Strasse, auf der die Soldaten marschieren können und der Feldherr im vierspännigen Paradewagen fahren kann. Grosse Triumphbögen haben 3 Durchgänge, wobei der mittlere der höchste ist (Abb. 2). Die Triumphbögen stehen meist an den Hauptstrassen, die zum grössten Tempel der Stadt (im Allgemeinen auf dem Forum) führen oder auf dem Forum selbst. In Rom sind die Bekanntesten der erhaltenen Triumphbogen der Bogen von Konstantin dem Grossen vor dem Forum (Abb. 2), der Bogen des Titus am Anfang der via sacra auf dem Forum (Abb. 3) und der Bogen des Septimius Severus auf der via sacra vor der curia (Abb. 4). Alle weiteren Bogen auf dem Forum in Rom sind nicht mehr erhalten, sie wurden im Mittelalter (z.T. sogar schon in der Antike selbst!) abgerissen. Die 3 erhaltenen Bogen waren im Mittelalter Teile von Festungen oder Palästen und haben deswegen überlebt.

Gestaltung: Eine grosse und meist sehr lange Inschrift ist im Zentrum des Bogens angebracht, meist im obersten Drittel (Abb. 5). Sie beginnt meist mit dem Namen des siegreichen Kaisers (im Dativ: Für XY), darauf folgen alle seine weiteren Titel, was bei gewissen Kaisern einige Linien beanspruchen kann. Als Höhepunkt der Inschrift werden die Heldentaten des Kaisers in Krieg aufgezählt, die zu dem Sieg führten. Abgeschlossen wird die Inschrift oft durch ein SPQR (Senatus PopulusQue Romanus, im Nominativ: Wer hat den Triumphbogen bauen lassen?).

Die Statuen und Reliefs auf dem Triumphbogen zeigen den Krieg, wichtige Schlachten daraus, natürlich den siegreichen Kaiser (Abb. 6) und die besiegten Gegner, welche oft in Fesseln dargestellt werden (Abb. 7), Götter, die helfend eingriffen (Abb. 6). Ausserdem findet sich an den Triumphbogen der übliche Schmuck der griechisch-römischen Architektur: Säulen, Voluten, Kassetten, Palmetten etc. (Abb. 9).

Zuoberst auf dem Triumphbogen befand sich meistens eine überlebensgrosse Darstellung des Kaisers im Triumphwagen, der von 4 Pferden gezogen wurde. Diese Stauten waren aus Bronze und wurden alle im Verlauf der Zeit eingeschmolzen.

Triumphbogen werden auch in der heutigen Zeit gebaut, die bekanntesten Beispiele dafür sind der Arc de Triomphe in Paris (Abb. 10) und das Brandenburger Tor in Berlin (Abb. 11). Beide erinnern an Siege Frankreichs bzw. Deutschlands.

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